Variation VII

07.05. – 02.07.2017


Stiftung Kronberger Malerkolonie und
Museumsgesellschaft Kronberg e. V.
Tanzhausstraße 1 a, 61476 Kronberg im Taunus

 

Ob in Barbizon, Worpswede oder Kronberg – überall in Europa zog es die Künstler ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in die freie Natur, um in direkter Anschauung vor dem Motiv „en plein air“ zu malen. In der siebten Variationsausstellung stehen die Gründungsväter der Künstlerkolonie Anton Burger, Philipp Rumpf und Jakob Fürchtegott Dielmann im Mittelpunkt.

 

Der gebürtige Frankfurter Jakob Fürchtegott Dielmann (1809-85) kam als einer der ersten Künstler der Kronberger Malerkolonie in den kleinen Taunusort. Nach seinem Studium in Frankfurt und Düsseldorf hielt sich Dielmann 1841/42 zunächst in der Schwalm auf und kehrte anschließend nach Frankfurt zurück. Von dort unternahm er Ausflüge nach Kronberg, wo er sich 1858 gemeinsam mit Anton Burger nieder ließ. Hier entstanden vorwiegend kleinere Bilder von lichtdurchfluteten Altstadtgassen mit ländlicher Staffage. Dielmanns lockere Malweise verleiht seinen Bildern eine Schwerelosigkeit, die an französische Vorbilder erinnert, während sich Anton Burger (1824-1905) eher der niederländischen Malerei verbunden fühlte. Burger porträtierte vor allem das alltägliche Leben auf dem Lande, ohne jedoch dessen Mühen und Härte zu schildern.
Seit 1846 gesellte sich auch Philipp Rumpf (1821-96) zur Malerkolonie. Seine lyrischen Kompositionen seiner Familie sind noch an die deutsche Romantik angelehnt. Rumpf betont besonders den Stimmungswert und die Gefühle der Dargestellten, die er entindividualisiert und ins Allgemeingültige überträgt.
Daneben sind in der Ausstellung weitere wichtige Gemälde der Stiftung Kronberger Malerkolonie zu sehen. Anhand von Werken Adolph Schreyers, Jakob Maurers, Otto Scholderers und Fritz Wucherers lässt sich die Geschichte der Kronberger Künstlerkolonie von ihren spätromantischen Anfängen bis hin zum Impressionismus anschaulich nachvollziehen.
Ferner lassen sich die klassischen Ansichten von Kronberg, wie beispielsweise der gerade viel diskutierte „Malerblick“, in verschiedenen Versionen genießen, und dies ganz wetterunabhängig.

 

Das Museum zieht um
Bei der siebten Variationsausstellung handelt es sich um die letzte museale Präsentation in der Streitkirche. Anfang Juli 2017 schließt das Museum hier seine Pforten und bereitet sich auf den Umzug in die sogenannte „Villa Winter“ vor. Die ehemalige Künstlervilla des Kronberger Kolonisten Heinrich Winter, nahe am Berliner Platz gelegen, wird ab September 2017 die Sammlung der Stiftung Kronberger Malerkolonie beherbergen. Die Neueröffnung ist für Oktober 2017 geplant. Doch bis dahin bietet das Museum noch zahlreiche öffentliche Führungen für Erwachsene und Projekte für Kinder von 4 bis 9 Jahren an. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.kronberger-malerkolonie.com

 

 

Öffnungszeiten
Mi 15 – 18 Uhr
Sa, So und Feiertags 11 – 18 Uhr

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