Artists on Capri

Künstler auf Capri

Von Ruth Negendanck und Claus Pese

Ca. 336 Seiten mit ca. 75 farbigen Abbildungen. 16,5 cm x 24,0 cm, gebunden

 

Erst spät rückte die von steilen Felswänden umgebene Insel Capri im Golf von Neapel in das Interesse reisefreudiger Europäer. Aus deutschen Landen kamen zuerst der Maler Jakob Philipp Hackert (1737–1807) und dann das geistige Multitalent Karl Philipp Moritz (1756–1793) nach Capri. Mit der Wiederentdeckung der Blauen Grotte 1826 durch August Kopisch (1799–1853) setzte der Capri-Tourismus ein, der bis heute andauert und sich zu einem internationalen Tourismus auf hohem Niveau entwickelt hat.

 

80 historische Persönlichkeiten aus den Bereichen bildende Kunst, Literatur und Musik, deren Muttersprache Deutsch war, werden – zum Teil erstmals – in der Wirkung ihres Capri-Aufenthaltes in diesem Buch dargestellt und mit mindestens einer Illustration von Werk oder Person bildlich belegt. Das Buch ist chronologisch nach dem jeweils ersten Aufenthalt der betreffenden Person entwickelt.

 

1818 öffnete der Notar Giuseppe Pagano Fremden sein Haus. Damit war auf Capri der Grundstein für eine Künstlerkolonie nach dem Gasthaustyp gelegt. Eine Gästeliste wurde ab 1825 geführt. Sie bezeugt, dass über die Jahrzehnte einige hundert Künstlerinnen und Künstler dort logierten, die überwiegend aus Mitteleuropa kamen.

 

Viele von ihnen wirkten vor oder nach ihrem Capri-Aufenthalt in deutschen Künstlerkolonien: Hermann Allmers in Worpswede, Irmgard von Bongé in Ahrenshoop, Ludwig Dill in Dachau, Georg Estler in Goppeln, Louis Gurlitt in Ekensund, Gerhart Hauptmann in Erkner und auf Hiddensee, Maximilian Haushofer auf der Fraueninsel im Chiemsee, Ascan Lutteroth in Ekensund, Carl Morgenstern in Kronberg im Taunus, Carl Rettich in Ahrenshoop, ebendort Hugo Richter-Lefensdorf, Rainer Maria Rilke in Worpswede sowie Victor von Scheffel, Rudolf Sieck und Max Slevogt auf der Fraueninsel im Chiemsee sowie Fritz Stoltenberg in Ekensund.

 

Das Buch erscheint im April 2018 im Wienand-Verlag, Köln (www.wienand-verlag.de).